Infos des Bundesfinanzministerium
 
 

Stiftungen und Spenden haben in den letzten Jahren eine immer bessere steuerliche Förderung durch den Gesetzgeber gefunden.


Seit dem 1.1.2007 gilt folgende Regelung:

Zuwendungen an eine Stiftung können bis zu 20% des Gesamtbetrags der Einkünfte des Spenders ( Stifters) oder wenn dieser Unternehmer ist, bis zu 4 Promille der Summe der gesamten Umsätze und der im Kalenderjahr aufgewendeten Löhne und Gehälter als Sonderausgaben abgezogen werden. Dies gilt unabhängig von der Frage, ob die Zuwendung in den Vermögensstock der Stiftung geleistet wird (also in das auf Dauer zu erhaltende Vermögen der Stiftung) oder als Spende für den Stiftungszweck ohne Festlegung als Stammvermögen. (§ 10b Abs 1 EStG)
Betragen die Zuwendungen an die Stiftung mehr, als die oben genannten Höchstbeträge, so kann der überschießende Betrag in den folgenden Veranlagungsjahren als Sonderausgaben abgezogen werden.( im Rahmen der geltenden Höchstbeträge) (§ 10b Abs 1 Satz 4 EStG)
Zusätzlich zu der oben genannten Förderung gilt folgendes:


Zuwendungen in den Vermögensstock einer Stiftung können auf Antrag des Steuerpflichtigen im Veranlagungsjahr der Zuwendung und in den folgenden 9 Jahren bis zu einem Gesamtbetrag von 1 Million Euro zusätzlich zu den oben genannten Höchstbeträgen abgezogen werden. ( § 10b Abs 1a EStG)
Der Stifter kann also die steuerliche Berücksichtigung seiner Großspende nach seiner Wahl beliebig auf die einzelnenen Veranlagungsjahre des 10-Jahreszeitraums verteilen. Er kann auch bestimmen, dass ein Teil einer solchen Großspende nach der genannten Regelung des § 10b Abs 1a EStG behandelt wird, ein anderer Teil nach der Regelung des § 10b Abs 1 EStG. ( s.o.)
Die genannten steuerlichen Vegünstigungen gelten unabhängig davon, ob es sich bei der Zuwendung um die Neugründung einer Stiftgung oder um Zustiftungen in bereits bestehende Stiftungen handelt. ( Dies war bis 2007 anders)

Zur Beantwortung weiterer Fragen zur steuerlichen Behandlung von Zuwendungen an eine Stiftung steht der Stiftungsvorstand gerne zur Verfügung.
Informationen ergeben sich auch aus Schreiben des Bundesfinanzministeriums, die über das Internet aufgerufen werden können.